Polizeirekrutierung – wie sieht sie aus?
Die Polizeirekrutierung in Polen ist ein Prozess, der den Weg zu einer sicheren und anspruchsvollen Karriere im öffentlichen Dienst ebnet. Daher ist es ratsam, sich vor der Bewerbung über alle Phasen, Voraussetzungen und Vorteile zu informieren. Ein gutes Verständnis der Abläufe hilft Ihnen, Fehler zu vermeiden und Ihre Erfolgschancen zu erhöhen. In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt alles über den Polizeirekrutierungsprozess. Sie erhalten außerdem Informationen zu den Voraussetzungen, den Verfahrensschritten, dem Gehalt, den Sozialleistungen und den Entwicklungsmöglichkeiten.
Wer kann sich bei der Polizei bewerben?
Die Rekrutierung beginnt mit der Überprüfung der grundlegenden Voraussetzungen. Sie benötigen die polnische Staatsbürgerschaft. Außerdem dürfen Sie nicht rechtskräftig wegen einer Straftat oder eines Steuervergehens verurteilt worden sein. Sie müssen über alle Bürgerrechte verfügen. Weiterhin ist mindestens ein Sekundarschulabschluss oder eine Berufsausbildung erforderlich. Die körperliche und geistige Eignung für den Dienst in den Streitkräften, der einer besonderen Disziplin unterliegt, ist unerlässlich. Bewerber müssen daher bereit sein, diese Regeln einzuhalten.
Hinweis: Sie können sich ab 18 Jahren bei der Polizei bewerben, auch wenn Sie noch die letzte Klasse der Sekundarschule besuchen. In diesem Fall müssen Sie vor Ihrer Zulassung Dokumente einreichen, die Ihre Ausbildung oder Ihren Wehrdienst bestätigen. Zögern Sie nicht – je früher Sie den Prozess starten, desto eher können Sie mit der Ausbildung beginnen.
Sie benötigen keinen Schulabschluss, daher haben Sie direkt nach dem Schulabschluss gute Chancen. Auch mit doppelter Staatsbürgerschaft können Sie sich bewerben – wichtig ist nur, dass eine davon die polnische ist. Wenn Ihnen die Wehrdienstkommission die Gesundheitskategorie „D“ zugewiesen hat, bedeutet dies, dass Ihr Wehrdienststatus erfüllt ist und Sie Ihre Unterlagen einreichen können.
Lesen Sie auch, wie lange ein Vorstellungsgespräch dauert.
Erforderliche Unterlagen für die Polizeieinstellung
Die Polizeieinstellung erfordert eine sorgfältige Vorbereitung der Unterlagen. Gehen Sie daher Schritt für Schritt vor. Schreiben Sie zunächst einen Antrag auf Aufnahme in den Polizeidienst und reichen Sie ihn beim zuständigen Kommandanten ein. Geben Sie in Ihrem Antrag die Einheit an, in der Sie dienen möchten. Füllen Sie anschließend den persönlichen Fragebogen sorgfältig und gemäß den Anweisungen aus. Sie können das Formular online herunterladen oder bei einer Polizeistation abholen.
Fügen Sie Ihren Unterlagen Kopien Ihrer Schulabschlusszeugnisse, Diplome und Nachweise über berufliche Qualifikationen bei. Legen Sie die Originale bei der Einreichung Ihrer Unterlagen zur Prüfung vor. Falls Sie bereits gearbeitet oder gedient haben, fügen Sie Kopien Ihrer Arbeits- oder Dienstbescheinigungen bei. Falls Sie zum Wehrdienst verpflichtet sind, fügen Sie Ihr Wehrdienstbuch oder ein gleichwertiges Dokument bei.
Es ist außerdem ratsam, zusätzliche Qualifikationen anzugeben, wie z. B. einen Führerschein der Klassen A, C oder C+E, eine Ausbildung zum Rettungssanitäter oder Fremdsprachenkenntnisse mindestens auf B2-Niveau. Diese Qualifikationen erhöhen Ihre Chancen, heben Sie sie daher in Ihren Unterlagen hervor.
Reichen Sie abschließend den Fragebogen zur persönlichen Sicherheit bis zur vom Einstellungsausschuss festgelegten Frist ein. Alle erforderlichen Unterlagen – der persönliche Fragebogen (März 2025), der Fragebogen und die Verordnung des Innenministeriums vom 14. Februar 2025 – können online heruntergeladen werden.
Bereiten Sie alle Dokumente rechtzeitig vor, um Verzögerungen zu vermeiden und den Einstellungsprozess bei der Polizei reibungslos abzuschließen.
Ablauf des Einstellungsverfahrens bei der Polizei
Das Einstellungsverfahren bei der Polizei umfasst mehrere Stufen, in denen Ihr Wissen, Ihre körperliche Fitness, Ihre geistige Leistungsfähigkeit und Ihre Motivation für den Polizeidienst geprüft werden.
Sie beginnen mit einem Wissenstest, der Ihr Wissen über die Funktionsweise der Polizei, das Recht und die öffentliche Verwaltung prüft. Anschließend absolvieren Sie einen Fitnesstest, der einen Hindernisparcours, Liegestütze und einen Zeitlauf umfasst. Sollten Sie beim ersten Mal durchfallen, können Sie den Test nach Abgabe einer mündlichen Erklärung im gleichen Verfahren wiederholen. Im Falle eines zweiten Durchfallens ist ein zweiter Versuch nach 14 Tagen möglich.
Die nächste Stufe ist ein psychologischer Eignungstest (MultiSelect), der Ihre Eignung und emotionale Stabilität beurteilt. Im Anschluss daran findet ein Gespräch mit einem Psychologen statt. Sollten Sie den Test nicht bestehen, können Sie ihn nach vier und dann erneut nach sechs Monaten wiederholen.
Anschließend folgt ein Interview, in dem die Kommission Ihre Motivation für den Polizeidienst und Ihre soziale Kompetenz beurteilt. Bereiten Sie sich auf Fragen zu Ihren Gründen für die Wahl des Polizeiberufs und Ihren Erwartungen an die Arbeit bei der Polizei vor.
Nach dem Interview werden Sie zu einer ärztlichen Untersuchung überwiesen, um Ihre Diensttauglichkeit zu bestätigen. Die letzte Stufe ist die Sicherheitsüberprüfung.
Für ehemalige Polizeibeamte ist das Verfahren etwas anders: Liegen seit ihrer Entlassung weniger als fünf Jahre zurück, ist der Fitnesstest nicht erforderlich. Nach fünf Jahren muss er erneut abgelegt werden. Für jüngere Beamte gilt ein vereinfachtes Verfahren.
Die Rekrutierung ist ein mehrstufiger, aber transparenter Prozess – mit guter Vorbereitung ist jede Stufe ein Schritt in Richtung Polizeidienst.
Ausbildung und Einsatzmöglichkeiten nach dem Eintritt in den Polizeidienst
Nach erfolgreichem Abschluss des Auswahlverfahrens beginnen Sie Ihre Grundausbildung in einer der Ausbildungsstätten: Szczytno, Legionowo, Słupsk, Katowice, Piła oder Sieradz. Die Ausbildung dauert mehrere Monate und umfasst theoretische und praktische Schulungen, darunter Taktik, Schießen und Einsatzverfahren.
Jeder neue Polizeibeamte beginnt unabhängig von seiner Ausbildung mit der Grundausbildung. Eine höhere Ausbildung ermöglicht jedoch eine schnellere Beförderung. Alternativ können Sie Polizeiwissenschaften an der Polizeiakademie in Szczytno studieren – ein vierjähriges Programm, das mit einem Bachelor-Abschluss abschließt und Ihnen die Möglichkeit bietet, die Offiziersprüfung für den Rang eines stellvertretenden Polizeipräsidenten abzulegen.
Nach der Ausbildung können Sie sich spezialisieren und Ihren Einsatzbereich Ihren Fähigkeiten entsprechend wählen:
- Prävention – Streifendienst und Einsätze,
- Kriminalpolizei/Ermittlung – Durchführung von Ermittlungen und Analysen,
- Terrorismusbekämpfung – Einheiten der BOA und SPKP,
- Cyberkriminalität – Forschungszentrum für Cyberkriminalität (CBZC),
- Unterstützung – Logistik, Technologie, Verwaltung.
Sie haben außerdem umfangreiche Entwicklungsmöglichkeiten. Die Polizei bietet in Szczytno kostenlose Bachelor- und Masterstudiengänge (u. a. Innere Sicherheit und Kriminologie) sowie weiterführende Studiengänge in Krisenmanagement, Cybersicherheit und vielen anderen Bereichen an. Polizeibeamten stehen über 120 Spezialkurse zur Verfügung, darunter Drohnenbetrieb, Fremdsprachen sowie Minen- und Pyrotechnikausbildung.
Die Polizeiausbildung ist der Beginn einer dynamischen Karriere mit kontinuierlicher Weiterentwicklung und dem Erwerb neuer Fähigkeiten.
Weitere Informationen zu anderen Berufen finden Sie unter: https://geschaftundgeld.de/
Gehalt und Leistungen bei der Polizeiausbildung
Nach Abschluss der Ausbildung erwarten Sie attraktive und sichere Verdienstmöglichkeiten.
Ausbilder unter 26 Jahren verdienen netto zwischen 5.738,01 und 6.366,72 PLN, über 26 Jahre zwischen 5.311,00 und 5.856,72 PLN. Nach Abschluss der Ausbildung erhält ein Polizeibeamter ein Nettogehalt von 6.161,88 bis 7.245,60 PLN (vor dem 26. Lebensjahr) bzw. 5.678,88 bis 6.620,60 PLN (nach dem 26. Lebensjahr).
Zusätzlich gibt es zahlreiche Vorteile:
- Wohngeldzuschuss von 900 bis 1.800 PLN,
- Dienstalterszulage – 2 % nach zwei Dienstjahren,
- „Dreizehntes Gehalt“ nach sechs Monaten Dienstzeit,
- Uniform – 1.638,90 PLN pro Jahr,
- 26 Urlaubstage nach einem Jahr Dienstzeit und bezahlter Urlaub,
- bezahlte Überstunden oder Freizeitausgleich,
- Fahrtkostenzuschuss, Möglichkeit auf eine Dienstwohnung,
- Umzugskostenbeihilfe, Jubiläumsprämien und eine kostenlose Reise pro Jahr.
Die Polizeirekrutierung eröffnet die Tür zu einer sicheren Anstellung, echten Aufstiegschancen und zahlreichen Sozialleistungen. Es ist ein Beruf, der nicht nur Zufriedenheit, sondern auch finanzielle Sicherheit bietet.
Wiedereinstieg und andere Formen der Polizeirekrutierung
Die Polizeirekrutierung umfasst auch die Rückkehr ehemaliger Beamter. Bei einem Ausscheiden vor weniger als fünf Jahren sind lediglich die Einreichung von Unterlagen, ein Vorstellungsgespräch, eine ärztliche Untersuchung und eine Zuverlässigkeitsüberprüfung erforderlich. Nach fünf Jahren muss zusätzlich ein Fitnesstest absolviert werden. Offiziere sind von dieser Regelung ausgenommen und genießen Vorrang bei der Zulassung.
Die Polizei bietet auch befristete Stellen an – diese dauern drei bis fünf Jahre und umfassen Positionen im Streifendienst. Nach sechs Monaten besteht die Möglichkeit einer Festanstellung.
Bewerber können auch als zivile Polizeiangestellte innerhalb oder außerhalb des öffentlichen Dienstes arbeiten. Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie im Amtsblatt. Voraussetzungen sind die polnische Staatsbürgerschaft, ein einwandfreies Führungszeugnis und entsprechende Qualifikationen.
Zivile Angestellte genießen, wie Polizeibeamte, zahlreiche Vorteile: die Dreizehnmonatsrente, eine Dienstalterszulage und finanzielle Unterstützung. Die Polizei gewährleistet zudem Chancengleichheit und die Möglichkeit, Stellen für Menschen mit Behinderungen anzupassen.
Häufig gestellte Fragen zur Polizeibewerbung
Die Polizeibewerbung wirft oft Fragen auf – hier finden Sie Antworten auf die häufigsten:
Darf ich tätowiert sein?
Ja, aber Sie müssen dies im Bewerbungsformular angeben. Die endgültige Entscheidung trifft der/die Vorgesetzte. Tätowierungen dürfen nicht an sichtbaren Stellen – am Kopf, Hals oder an den Händen – angebracht sein.
Kann ich während meines Dienstes nebenbei studieren?
Ja, solange Sie dies in Ihrer Freizeit tun.
Kann ich sofort Offizier werden?
Nein. Jeder beginnt mit der Grundausbildung und kann sich erst danach für den Offiziersrang bewerben.
Wie läuft das Einstellungsverfahren für Spezialeinheiten wie das Zentrale Antikorruptionsbüro (CBZC) oder Antiterroreinheiten ab?
Es sind zusätzliche Tests erforderlich – computer- oder körperlicher Natur, je nach Art des Dienstes.
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Polizeipräsidium der Provinz!


